Was ist Spuk?

Was ist Spuk? Wenn man Ihnen diese Frage stellen würde, könnten Sie sie beantworten?

Es wäre sicher nicht so einfach, wie man im ersten Moment denkt. Zwar scheint jeder zu wissen, was Spuk ist, aber niemand weiß recht, was er wirklich ist.

Im allgemeinen Sprachgebrauch wird der Begriff sehr weit gefasst und bezieht sich oft auf alles, was geisterhaft erscheint.

 

Kurz gefasst könnte man sagen: Spuk ist die Manifestation von seltsamen und unerklärlichen Phänomenen. Wenn Dinge passieren, die eigentlich nicht passieren dürfen und die wir, bzw. unser Verstand nicht begreifen kann.

 

Dazu gehören Gegenstände, die sich von alleine bewegen oder durch die Luft fliegen/schweben; Geräusche oder Berührungen von Menschen oder Tieren , die gar nicht da sind; Türen, Fenster oder Schubladen, die sich von alleine öffnen und schließen; Dinge, die erst verschwinden und dann an völlig unerwarteten Orten wieder auftauchen; Musikinstrumente, die von alleine spielen; seltsame Gerüche; plötzliche Temperaturveränderungen; zerschlagenes Geschirr; Emotionen, die nicht die Eigenen sind; und nicht zuletzt Geistererscheinungen.

 

Trotz hundert Jahren Forschung und Untersuchungen von Wissenschaftlern und parapsychologischen Forschern ist noch immer sehr wenig bekannt über Spuk und warum es dazu kommt. Immerhin ist man sich in der Forschung soweit darüber einig, dass es hauptsächlich zwei unterschiedliche Arten von Spuk gibt, zwischen denen unterschieden wird: Den ortsbezogenen und den personenbezogenen Spuk. Diese zwei Spukarten haben jeweils verschiedene Eigenschaften und sind völlig unterschiedlich. Sie verhalten sich sogar völlig gegensätzlich zueinander:

 

 

 

Art

ortsgebundener Spuk

(Prototyp des Spuks, klassischer Spuk)

personengebundener Spuk

(zieht ggf. mit der Person mit)

Ort

Verlassene Orte, Ruinen, alte Häuser,

Schlösser, Burgen, öde Räume

Beliebig, belebte, bewohnte

Räume
Tageszeit Nachts, Dunkelheit, Zwielicht Häufig tagsüber, Helligkeit
Dauer

Lange anhaltend, Jahre, Jahrzehnte

und länger

Kurzfristig, einige Wochen bis

mehrere Monate
Phänomene Erscheinungen von Geistern Poltergeistphänomene

Ablauf der

Phänomene

Eine typische Szene wiederholt sich

in Abständen immer wieder

ruhig, monoton

beziehungslos, ungesellig, keine
Kommunikation möglich

Aufgebaut wie ein Theaterstück

in mehreren Szenen mit Vorspuk

und Nachspuk

lebendig, dynamisch, intensiv

kommunikativ, humoristisch, koboldartig
(Vor-)Geschichte Legende um den Spuk Ohne Geschichte
Geistertheorie

Geister von Verstorbenen?

Gedächtnis des Ortes?

Cosmic psychic Reservoir?

Geister von Lebenden?

Absicht und Zielgerichtetheit
Mögliche
Ursachen

Unangemessene, unterbliebene

Bestattung,

gewaltsamer, vorzeitiger Tod, …

Probleme, Pubertät, Familienkonflikte,

Epilepsie
Auflösung des
Spuks
Erlösung der Seelen Konfliktlösung

Eines haben beide Spukarten dennoch gemeinsam. Sie sind im Grunde beide harmlos.

Der ortsgebundene Spuk ist unsozial, d.h. er reagiert nicht auf seine Umgebung und eine Interaktion bzw. Kommunikation ist nicht möglich. Der personengebundene Spuk, der Poltergeist ist zwar laut und erschreckend, verletzt aber niemanden, wenn er etwas ‚wirft‘.

 

Die Ursachen von Spuk sind bisher nicht eindeutig geklärt.

Viele Spukerlebnisse, sowohl beim orts- wie auch beim personenbezogenen Spuk, lassen sich durch natürliche Ursachen erklären und basieren auf Wahrnehmungstäuschungen und/oder Fehlinterpretationen. Auch absichtlicher Betrug darf nicht außer Acht gelassen werden (siehe Geister – Theorien).

 

Für die Fälle, die nicht durch natürliche Ursachen erklärt werden können, gibt es verschiedene Theorien.

Der Spiritismus vermutet die Geister der Verstorbenen als Ursache für ortsgebundenen Spuk.

In der Parapsychologie vermutet man, die Lebenden seien der Auslöser für personengebundenen Spuk und dass sie diesen durch sogenannte „wiederkehrende spontane Psychokinese“ (RSPK – recurrent spontaneous psychokinesis) unbewusst selbst hervorrufen. Es muss sich dabei nicht unbedingt nur um eine Person als Agent (Aussender des Spuks, d.h. der Psychokinese) handeln, möglich ist auch eine Art paranormale gruppendynamische Interaktion. Agent und Bezugsperson müssen nicht unbedingt identisch sein, befinden sich aber offenbar im selben affektiven Feld, das den Rahmen für den Spuk bildet und in der Regel eine Gruppenleistung ist.

Tiefenpsychologische Überlegungen halten auch „verselbstständigte Teilseelen“, bzw. „abgespaltene psychische Komplexe“ Lebender oder Verstorbener für mögliche Ursachen. Damit ist gemeint, dass nicht ein vollständiger Geist als körperlose Seele spukt, sondern psychische bzw. Seelenfragmente, die sich autonom als Spuk immer wieder bemerkbar machen, ähnlich einer Zwangsvorstellung. Hierin liege auch der Grund, warum sich mancher Spuk halb intelligent und halb sinnlos oder störend verhält.

Manche Autoren äußern die Theorie, dass sich Erinnerungen und Emotionen in die Umgebung eines Ortes einprägen und von späteren, möglicherweise medial begabten Zeugen wieder abgerufen und abgespielt werden.  Manche glauben, dass ein Spuk retrokognitiv (unbewusstes Hellsehen in die Vergangenheit) wahrgenommen werden kann. Oder auch, dass die Erinnerung an ein paranormales Erlebnis telepathisch weitergegeben werden.

Unter Geisterforschern existiert auch die Annahme, dass Spuk an Orten stattfindet, an denen sich Durchgänge zu anderen Dimensionen befinden (Portal-Theorie). Solche Portale öffnen sich angeblich dort, wo es zu schwerer Gewalt und Traumata kam, z.B. auf Schlachtfeldern, und an einsamen, verlassenen Orten, wie Leuchttürme, oder Friedhöfe.  

Manchmal kann auch die Unterscheidung zwischen objektivem und subjektivem Spuk getroffen werden. Objektiver Spuk bezeichnet hierbei tatsächliche psychokinetische Phänomene. Beim subjektiven Spuk werden mögliche ASW-Informationen in der Fantasie dramatisiert. Auch beim subjektiven Spuk kann nach lokal und personal unterschieden werden.

In jedem Fall wird nur eine sehr genaue Analyse zur Klärung der Ursache führen.

 

Wenn es spukt, dann meist an einem Ort, oft sind es Burgen, Schlösser, Ruinen oder alte Häuser. Jedoch können auch Gegenstände bespukt werden. Es gibt Geschichten und Erzählungen von Schädeln, Steinen, Statuen oder Spiegeln, die überall da Chaos verursachten, wo sie aufgestellt wurden.

Tiere können ebenfalls in Mitleidenschaft eines Spuks geraten. Bekannt ist der sogenannte Stallspuk, dabei kommt es, entweder als alleiniges Vorkommen, oder als Teil eines größeren Spukgeschehens, zu unerklärlichen Ereignissen in Stallungen. Das Vieh verhält sich erschreckt, obwohl keine Ursache erkennbar ist, Pferde wirken, als ob sie geritten worden wären und schwitzen, Pferdeschwänze sind zu Zöpfen geflochten. Objekte werden ohne äußeren Einfluss bewegt.
Selbst heute noch bilden Stallspuk- und Geisterbanner einen besonderen Aufgabenbereich in der Psychohygiene.

 

Es scheint auch einen dritten Spuk-Typ zu geben. Dieser taucht nur kurz auf, manchmal nur einen Tag lang und kann mit einem bestimmten Todesfall in Zusammenhang gebracht werden. Es handelt sich sozusagen um einen Sterbe-Spuk oder auch Sterbebett-Spuk. Fanny Moser, eine Erforscherin des Paranormalen schlug dafür den Begriff „ephemerer Spuk“ vor - „ephemer“ (griech.) steht für „vorübergehend“ - doch dieser Begriff hat sich nicht etabliert.

 

Die Herkunft des Wortes „Spuk“ ist nicht völlig geklärt. Das hochdeutsche „spuk“ wurde etwa im 17. Jahrhundert aus dem niederdeutschen ‚spōk‘, bzw. ‚spūk‘ übernommen. Die germanische Wurzel lautet ‚spōk‘. Von dieser stammt auch das dänische ‚spøg‘ für Gespenst, Ulk. Im Schwedischen gibt es ‚spok‘ für Vogelscheuche, im Norwegischen ‚spjok‘ für Gespenst. Man vermutet als Grundlage das indogermanische Wort für ‚leuchten‘. Vom niederdeutschen ‚spōk‘ bzw. ‚spök‘ kommt auch der ‚Spökenkieker‘, ein Begriff für Geistergucker oder Hellseher.


©Angelika Köllner

Quellen:
Annekatrin Puhle, Das Lexikon der Geister, München 2004, ISBN 3-86533-011-8

Werner F. Bonin, Lexikon der Parapsychologie und ihrer Grenzgebiete, Bern und München, Sonderausgabe 1988, ISBN 3-572-04271-2

Walter von Lucadou, Dimension PSI – Fakten zur Parapsychologie, 2003, ISBN 3-471-78571-X

Theresa Cheung, The Element Encyclopedia of Ghosts and Hauntings, 2006, ISBN 978-0-00-729906-5

Paul Rohland, Geister, deutsche Erstausgabe 2008, ISBN 978-3-86070-025-1

Phänomene – die Welt des Unerklärlichen, Ausgabe 1994, ISBN 3-86070-025-1

Unerklärliche Phänomene, Ausgabe 1995, ISBN 9-86070-763-X

Wikipedia

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Kommentare: 2
  • #1

    Willi (Dienstag, 28 April 2015 10:56)

    Blödsinn!

  • #2

    Team Ghost Hunter (Donnerstag, 07 Mai 2015 23:23)

    Hallo Willi,

    Wir haben absolut kein Problem mit Kritik, aber konstruktiv sollte sie schon sein. :)

    Was genau hältst Du denn für Blödsinn?

GEGEN SPUKTOURISMUS!

 

Immer wieder erscheinen Zeitungsmeldungen über Personen, die beim unbefugten Betreten von Grundstücken oder Gebäuden von der Polizei aufgegriffen worden sind und angeben, durch PU-Videos und –Berichte (Paranormale Untersuchung) dazu animiert worden sind.

Außerdem machen Ghosthunter auch immer wieder die Feststellung, dass Orte, an denen auch gerne PUs durchgeführt werden, mehr und mehr vermüllt oder zerstört werden, sei es durch Vandalismus, Graffitis, etc.

 

Leute, das geht gar nicht!

 

Paranormale Untersuchungen sind keine Aufforderungen, die jeweiligen Plätze einfach so aufzusuchen und dort zu randalieren!
In den Berichten der Ghosthunter wird oft genug betont, dass sich das jeweilige Team um eine Genehmigung bemüht hat, diesen Ort zu untersuchen und sich mit Wissen und Erlaubnis des Eigentümers dort aufhält.

 

Es kann ja durchaus vorkommen, dass auch Ghosthunter unbefugt einen Ort betreten, weil der Eigentümer einfach nicht auszumachen war. Auch das ist nicht gutzuheißen.

Aber kein Ghosthunter-Team, das etwas auf sich hält, würde einen Ort mutwillig beschmieren, beschädigen oder zerstören. Es wird kein Müll zurückgelassen, nicht mal Zigarettenkippen.

Ghosthuntern geht es dabei um ihre PU und um die Phänomene, die sie dabei vielleicht erleben und dokumentieren können.

Sie behandeln den Ort mit Vorsicht und Respekt.

 

Wenn Ihr euch durch PU-Videos und –Berichte inspiriert fühlt und diese Plätze selbst mal besuchen wollt, dann nehmt einfach Kontakt zu dem jeweiligen Ghosthunter-Team auf. Fast jedes Team nimmt gerne auch mal Gäste mit auf PU. Sollte es aus irgendwelchen Gründen als PU-Gast nicht klappen, bekommt Ihr so sicher wenigstens Informationen, wo Ihr euch wegen einer Genehmigung hinwenden könnt.

 

Die Konsequenzen von Spuktourismus sind weitreichender, als Ihr denkt und treffen nicht nur die Randalierer, wenn sie von der Polizei erwischt werden. Je nachdem, wie alt sie sind, werden ihre Eltern benachrichtigt und müssen evtl. ein Bußgeld zahlen. Wenn nicht die Eltern, dann vielleicht sie selbst. Sicher wird’s von Zuhause auch ein schönes Donnerwetter geben.

Desweiteren wird der Eigentümer des Ortes sicher über das unbefugte Betreten informiert werden. DAS hat dann Konsequenzen für die Ghosthunter. Wenn das fragliche Team selbst ohne Genehmigung da war, droht ebenfalls eine Anzeige wegen Hausfriedensbruch bzw. unbefugtem Betreten. Evtl. ebenfalls eine Bußgeldzahlung.

UND – der/die Eigentümer haben vielleicht so die Nase voll von dem Theater, dass sie auch keine Genehmigung mehr zum Betreten des Grundstücks/Gebäudes erteilen, wenn die Nächsten anfragen.

Die Folgen: Es gibt immer weniger Orte, an denen Ghosthunter ihre PUs durchführen können, es wird immer schwerer, Genehmigungen zu erhalten, d.h. weniger Berichte und Videos und weniger Chancen, evtl. doch eindeutige Belege für Spuk, etc. zu finden.

Das Alles zerstört uns die Möglichkeit, unser Hobby, unsere Leidenschaft auszuüben!

Solche PUs an öffentlichen Orten, bzw. ohne Klienten sind nicht nur für unser Vergnügen und den Thrill. Es geht auch darum, Erfahrung zu sammeln, Übung zu bekommen, Fehler zu lösen und das Team zu stärken und zusammenzuschweißen. Außerdem sind es auch oft die Orte selbst und deren Geschichte, die uns daran faszinieren.

 

All das wird durch Spuktouristen kaputt gemacht.

 

Spuktourismus ist ignorant, dumm und egoistisch!

 

WIR BETONEN HIERMIT GANZ DEUTLICH, DASS WIR UNS VON SPUKTOURISMUS DISTANZIEREN UND UNSERE PU-BERICHTE AUF KEINEN FALL ALS AUFFORDERUNG ZUM SPUKTOURISMUS ZU VERSTEHEN SIND!

 

Wenn Ihr Euch für einen Ort näher interessiert, meldet Euch einfach bei uns. Wir helfen gerne.

 

Euer Team Ghost Hunter

Wir twittern auch! Folgt uns unter @T_Ghost_Hunter und bleibt immer auf dem Laufenden!